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Studiengebühren einmal andersDie Vorsitzende des RCDS Rheinland-Pfalz, Cathrine Becker, zum heute im Trierischen Volksfreund erschienen Bericht „Abbrechen oder zahlen: Viele Trierer Studenten sind ratlos“:
Ein Sprichwort besagt, dass man sich immer zwei Mal im Leben sieht. Dies scheint anhand der aktuellen politischen Beschlusslage in Rheinland-Pfalz nun auch auf die Studiengebühren zuzutreffen. Es ist noch nicht lange her, dass die Abschaffung der Studienkonten sowie der Langzeitstudiengebühren an den rheinland-pfälzischen Universitäten gebührend bei den studentischen Vertretern der einzelnen Regierungsparteien gefeiert wurden, während es andere, sowie auch gerade der RCDS, mit Blick auf die bereits angespannte finanzielle Situation der Universitäten kritisch beäugten. Doch die Tatsache, dass „Bummelstudenten“ nun weiter ihre Zeit an den Universitäten verbringen dürfen und motivierte Studenten nun zur Kasse gebeten werden, das wurde fein säuberlich unter den Teppich gekehrt. So erhielten Lehramtsstudenten vergangenen Freitag Bescheide der Universität Trier, welche sie förmlich darauf hinwiesen, dass sie nun für ihre Zusatzqualifikationen, die sie im Rahmen des Studiums erwerben können und sollten, nun eine Gebühr von 650 € pro Semester bezahlen müssten. Hierbei ging es um das Zusatzseminar 'Deutsch als Fremdsprache', mit welchem insbesondere die Universität Trier wirbt. Generell sind jedoch fast alle Fachbereiche der Universitäten nun in der Pflicht, Geld für Ihre angebotenen Zusatzqualifikationen einzufordern. Eine Erklärung dazu gibt der Gesetzesentwurf der Landesregierung, Drs. 16/491 nur schwerlich, da er die Rechtfertigung nur auf den Personenkreis bezieht, der sich nach Berufsausbildung in Form des Teilzeitstudiums weiter der studentischen Lehre unterwerfen will. Eine Erklärung, die allein Bedeutung für die Studierendenschaft gewinnt, liegt nicht vor. Es wäre zudem interessant, zu wissen, warum man in Art. 4 des Entwurfes noch von einer Aufhebung der Studienkonten und -beiträgen spricht, um nun unter neuen Namen den fleißigen Studenten finanziell noch mehr zu belasten. Zusätzlich wird dies in nicht wenigen Fällen dazu führen, dass die betroffenen Zusatzseminare nicht mehr freiwillig besucht werden. Ob das im Sinne der Universitäten sowie der Studenten ist, erscheint fraglich. Aus Sicht der Landesregierung jedoch schon, da durch den Ausfall dieser Angebote auch neues Einsparpotential vorhanden wäre. |
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| Ring Christlich Demokratischer Studenten (RCDS) Bundesverband |
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